--------------------------------  Dallach Sunwheel  D-MAXT  ------------------------------------



                               Hersteller:   W.D. Flugzeug Leichtbau GmbH

                               Muster:        Sunwheel D3

                               Motor:          Rotax 912 UL 1200 ccm 80 PS

                               Flugleistungen: Reisegeschwindigkeit 130 Km/h

                                                          Höchstgeschwindigkeit 165 Km/h

                                                         Mindestgewindigkeit 55 Km/h

                                                         Steigleistung 6 m/s

                                                         Startrollstrecke 70 m

                               Abmessungen:  Spannweite 7 Meter

                                                         Länge 6,10 m

                                                         Höhe 2 m

                                                         Leermasse 220-240 kg

                                                         Flugmasse 400 kg

                                                         Tankinhalt 60 Liter

                                                         zul. Lastvielfache  +8 / - 4,5 g

                                                          

                                                          

                                                                      

Ein Flugerlebnis mit einer Tragfläche mehr als sonst !
Wie das geht ? Einen Doppeldecker fliegen !

Eigentlich bin ich Segelflieger aber ab und zu macht man auch mal etwas anderes.
Hier ein kleiner Bericht von einem Erlebnis der anderen Art.
Am 01.Juli war es soweit. Einen "Sunwheel" Doppeldecker abholen. Von Morschenich, bei Köln, nach Füssen im Allgäu. Eine Strecke von nicht ganz 600 Kilometer. 
Am Vortag ging es mit der Bahn von Füssen über Augsburg, Köln nach Morschenich. Ein Zimmer war reserviert. 
Am Sonntag den 01.Juli, nach dem Aufstehen erst einmal ins Freie um zu sehen ob das Wetter so ist wie versprochen. Die Sonne schien, die Temperatur sehr angenehm aber der Wind. Mal sehen, der Tag fängt erst an. Frühstück und Kaffe ist jetzt wichtiger, Henry holt mich in etwa 30 Minuten ab.
Auf dem Weg zum Flugplatz sah man, ganz schön windig und das auch noch alles quer zur beabsichtigten Flugrichtung. Abwarten, Flugzeug checken, NOTEM's, Wetter Info usw.
Meine Absicht war es gegen Mittag zu starten um abends in Füssen zu landen. In Bad Sobernheim
eine Pause, die nächste in Mosbach-EDGM, Aalen- EDPA und dann durch bis Füssen. Das war mein Plan.
Jetzt war das Wetter bzw. der Wind so, dass ich erst gegen 15 Uhr starten konnte. Vorher mit Henry noch 3 Platzrunden fliegen um für den Flieger ein Gefühl zu bekommen.
Der erste Eindruck, einfach zu fliegen, trotzdem sehr agil. Das Beste und Schönste, direkter Kontakt zum Medium Luft. Offen in einem Doppeldecker zu fliegen ist einfach schön !
Mein Koffer von der Hinfahrt findet Platz auf dem vorderen Sitz. Noch einmal voll tanken, Verabschiedung von Henry und Morschenich, anlassen, Karte und GPS checken, Frequenzen einstellen, dann ging es los. Rollen zum Rollhalt, auf die Bahn, Gas rein, nach knappen 100 Metern
in der Luft, Steigflug, Überflug und ab in Richtung Süden.
Die erste Kontrollzone war nicht aktiv, das spart Zeit, von der hatte ich jetzt nicht mehr viel.
Es ist 15.15Uhr und bis 20 Uhr wollte ich in Füssen sein.
Ich habe dann meinen ersten geplanten Stop ausfallen lassen und bin bis Mosbach-EDGM durchgeflogen. So hatte ich 2 1/2 Stunden Zeit mich an das Gefühl zu gewöhnen offen in der Sunwheel zu fliegen. Abgesehen von den vielen Windkraftanlagen ist unser Land einfach schön.
Auf Grund des doch sehr starken Windes war an diesem Sonntag nicht viel los über Deutschland.
Ich war fast allein am Himmel. Ein schönes Gefühl ! Die Zeit bis Mosbach verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge. 17.30 Uhr Mosbach Info rufen. Der Wind kam quer zur Bahn, mit der Sunwheel kein Problem. Rollen zur Tankstelle, eine nette Begrüßung, tanken, Kaffee und ein kurzer Anruf bei meiner Frau und auf dem Flugplatz in Füssen, ich komme etwas später.
Man freute mich auf eine nette Begrüßung mit Grill und einem Begrüßungsbier.
Meine Frau wollte auch am Platz sein, wenn ich lande. Da freut man sich doch auf die Landung.
18 Uhr, Start in Mosbach und direkt Richtung Füssen ohne weiteren Stop. Der Flieger und ich wahren schon ein gutes Team geworden. Wir hörten gut aufeinander. So konnte ich den Flug richtig genießen. Bei immer besser werdender Sicht und abnehmenden Wind ging es jetzt laut GPS mit einem Groundspeed von immerhin 135 km/h dem Ziel entgegen. Südlich von Stuttgart waren dann die vertrauten Berge der Alpen zu sehen. Karte und GPS waren überflüssig. Ab-und zu mal die Frequenz wechsel, ansonsten den Flug genießen. Ich tat es und war glücklich und zufrieden.
Kaufbeuren, Auerberg, den Tegelberg und den Forggensee vor Augen, letzter Frequenzwechsel auf
Füssen Segelflug, D-MAXT Gegenanflug 08 zur Landung, Queranflug, Endanflug und um 20.05 Uhr setzten dann die Räder der Sunwheel in Füssen auf der 08 auf. Kurzes Fotoshooting, meine Frau nahm mich in ihre Arme und war ganz froh, dass ich wieder Daheim war.
Peter und Linus nahmen mich zwar nicht in die Arme, sie hatten dafür den Grill auf Betriebstemperatur gebracht und es war sehr schön von Freunden empfangen zu werden. 
Meine Frau ließ es sich nicht nehmen den neuen Flieger im Allgäu zu taufen und vergoss eine ganze Flasche Sekt über den Flieger. 2 Tage später hab ich dann alles wieder abgewaschen.

Was ich mit diesem Beitrag sagen möchte ? Der Flugsport ist ein sehr schönes Hobby ! 
Man kann das Gefühl vom Fliegen und die Welt von oben zu sehen, in vollen Zügen genießen.
Eine Ausbildung zum Pilotenschein für Sportflugzeuge ist in einem Verein nicht zu teuer.
Der Spaß fängt schon in der Ausbildung an. Man lernt Menschen kennen, ist verbunden mit der Natur, lernt viel in Theorie und Praxis. Vom Segelflug bis zum Motorflugzeug ist bei uns im Flugsportverein Marktoberdorf alles möglich.
Wer das erleben möchte kann sich gerne bei uns melden.

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                                                Die ersten Bilder in der neuen Heimat im Allgäu.

Die Cowling wurde überarbeitet. Die alte, große Lufthutze wurde entfernt. Jetzt ist die Cowling ober glatt. Es hat keinen Einfluss auf Temperatur und  Motorleistung. Im Motorraum ist viel weniger Schmutz und Insekten.

Schutzbleche und schon sind die Tragflächen unten nicht mehr so schmutzig. Die Verkleidung der Fahrwerksstreben ist auch optisch eine kleine Aufwertung.

Eine Verkleidung als Kopfstütze hinter dem Pilotensitz bringt wesentlich weniger Windgeräusche. Die graue Naht wird noch lackiert.